Erstes VISIONARIUM-Brevier „Reisen in die Anderswelt“ erschienen!

Liebe VISIONARIUM-Leser!

Lange Zeit habt Ihr nichts mehr von uns gehört – das liegt daran, daß wir uns hingebungsvoll einem großen Projekt gewidmet haben, genauer gesagt, einer ganz neuen Schiene unseres Magazins: Mit dem VISIONARIUM-Brevier präsentieren wir nun eine Reihe, in der wir uns mit speziellen Fachartikeln bestimmten Bereichen der Phantastik nähern. Den Anfang macht die Anderswelt. Es ist ja schon auffällig, wie häufig man die Spuren des Übernatürlichen im Werk vieler Schriftsteller dieses Genres findet, die sich auch persönlich ernsthaft damit beschäftig(t)en. Diesen Spuren sind wir nachgegangen!

Über ein halbes Jahr haben wir damit verbracht, beinahe vergessene Biographien ans Licht zu bringen und obskure Texte zu studieren, Kontakte zu knüpfen und eigene Versuche anzustellen. Das Ergebnis unserer nicht immer gefahrlosen Recherchen findet sich hiermit in Form von Interviews, Essays, Rezensionen, Porträts und Reportagen im bisher dicksten Heft des VISIONARIUM-Universums. Unser Weg führt von der grotesken Welt der Hellseher und Spiritisten der Zwischenkriegszeit bis zu modernen Trance-Techniken, von der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen in der Antike bis zur PSI-Spionage. Ihr werdet von Séancen lesen, von Experimenten mit dem Ouija-Brett, von außerkörperlichen Erfahrungen und luziden Träumen, von Rückführungen in Hypnose und psychotischen Zuständen, von schamanischer Ekstase und Kontakt mit Vodou-Geistern. Und das ist noch längst nicht alles!

Dieses Pensum war mit dem bisherigen Redaktions-Team nicht mehr zu bewältigen; es kam also wie gerufen, daß mit Rudolf Stark nun auch ein neuer Mitstreiter zu uns gestoßen ist. Und natürlich tragen sowohl das sorgfältige Lektorat von Juliane Ehgartner als auch die wunderschöne Covergestaltung von Jörg Vogeltanz einen wesentlichen Teil zu diesem Vademecum bei, das für all jene unter Euch geschrieben wurde, denen die Fiktion noch nicht genug ist. Ihr bekommt es hier für den Kindle und hier als Print-Version. Herausgeber Dr. Nachtstrom und ich wünschen Euch damit viel Freude und Inspiration!

Bernhard Reicher, Chefredakteur

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Der Welt erstes Phantastikmagazin

Das verehrte und hierzulande vor allem durch H. P. Lovecrafts Beiträge bekannte Magazin Weird Tales genießt heutzutage einen fast schon legendären Ruf. Von 1923 bis 1954 erschienen 279 Ausgaben und die Gattung der Weird Fiction wäre ohne dieses Pulpmagazin kaum denkbar. Dennoch – es war nicht, wie die meisten glauben, das erste seiner Art. Da gab es Vorläufer wie The Strand Magazine (1891-1950, dem wir u. a. die Erstveröffentlichungen der Sherlock Holmes-Kurzgeschichten zu verdanken haben), The Pall Mall Magazine (1893-1914), The Argosy (1896-1942), Cassell’s Magazine (1897-1932), Blue Book (1905-1975), Story-Teller (1907-1937), Adventure (1910-1971) oder Hugin (1916-1920). Es fällt auf, daß das (mit Ausnahme des letzteren, schwedischen) alles britische und amerikanische Titel sind … und doch gab es unter all diesen Publikationen vor den Weird Tales auch ein deutschsprachiges Magazin, das den Vergleich mit seinen Konsorten nicht zu scheuen braucht: Der Orchideengarten.

Heute kaum noch bekannt, brachten es die „Phantastischen Blätter“, so der Untertitel, von Jänner 1919 bis November 1921 auf 51 Ausgaben und obwohl zwei Nummern der Detektivgeschichte und eine Ausgabe erotischen Erzählungen über gehörnte Ehemänner gewidmet waren, wird der Orchideengarten von einigen als erstes richtiges Phantastikmagazin angesehen. Mit Sicherheit war es eines der schönsten! Nicht nur Freunde der Kunst dieser Zeit werden sich an den Titelbildern (von http://50watts.com/filter/orchideengarten/) ergötzen:

Die beiden österreichischen Herausgeber Karl Hans Strobl und Alfons von Czibulka (die später unglücklicherweise beide als Spießgesellen oder zumindest doch Sympathisanten der Nazis enden sollten) versammelten auf den jeweils 24 Seiten einer Ausgabe eben nicht nur Erstveröffentlichungen und Nachdrucke von Autoren wie Voltaire, Charles Nodier, Guy de Maupassant, Théophile Gautier, Victor Hugo, Auguste de Villiers de L’Isle-Adam, Guillaume Apollinaire, Charles Dickens, Edgar Allan Poe, Washington Irving, Amelia Edwards, Nathaniel Hawthorne, H. G. Wells, Karel und Josef Čapek, Leo Perutz, Alexander Moritz Frey oder E. T. A. Hoffmann, sondern bebilderten diese auch ausgiebig mit Abbildungen mittelalterlicher Holzschnitte und Stichen von Gustave Doré und Tony Johannot wie auch mit den surrealistischen oder fiebrig-expressionistischen Illustrationen zeitgenössischer Künstler wie Rolf von Hörschelmann, Otto Linnekogel, Heinrich Kley, Alfred Kubin, Otto Nückel oder Carl Rabus (ebenfalls von http://50watts.com/filter/orchideengarten/):

Der Orchideengarten war jedoch mehr als nur ein Magazin, das sich dem Phantastischen widmete. K. H. Strobl selbst war besessen von okkulten Themen (schon 1917 veröffentlichte er seine Geschichtensammlung Lemuria und im selben Jahr, als Charles Fort auf der anderen Seite der Welt sein Book of the Damned herausbrachte, erklärte auch das Editorial der zweiten Orchideengarten-Ausgabe im Hinblick auf übernatürliche Phänomene (vgl. hier):

Wir verwerfen nicht länger als Unsinn all jene Dinge, die in Begriffen der bekannten Gesetze der Physik nicht erklärbar sind. Geheimnisvolle Verbindungen zwischen menschlichen Wesen, unabhängig von räumlicher und zeitlicher Trennung, Gespenster, das Erscheinen von Geistern, sind wieder im Bereich des Möglichen …

In diesem Sinne fühlen wir uns bestätigt und freuen uns, eine Tradition der Phantastik aufgreifen und im 21. Jahrhundert fortsetzen zu können, die bei uns vor beinahe hundert Jahren begonnen hat.

„Abyssos – Geschichten aus dem Abgrund“ ab sofort erhältlich!

Liebe Leser!

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, hat vor einiger Zeit die Ausschreibung für unseren ersten Anthologieband stattgefunden. Und damit ihr euch für Halloween auch entsprechenden Lesestoff zu Gemüte führen könnt, hat sich unser VISIONARIUM-Team besonders emsig ins Zeug gelegt: Wir präsentieren euch nun rechtzeitig vor dem Gruselfest „Abyssos. Geschichten aus dem Abgrund“. Ein Prachtband ist das geworden, mit fast 160 Seiten hochwertigem Lesestoff – exklusive Storys von der morbiden Liebesgeschichte über Mystery, Bizzaro und Noir bis hin zum existentialistischen Horror. Damit steht dem schauerlichen Lesevergnügen nichts mehr im Wege – „Abyssos“ ist ab sofort erhältlich für den Kindle oder als Print-Version!

Mit nerdigen Grüßen,

euer Herausgeber Dr. Nachtstrom

Abyssos – die Gewinner

Unsere Ausschreibung für die erste Nummer von „VISIONARIUM präsentiert:“ fand großen Anklang – wir bedanken uns nochmal bei allen, die uns ihre Manuskripte geschickt und die Köpfe der Jury zum Rauchen gebracht haben. Aber nun ist die Entscheidung gefallen und die Autoren in „Abyssos. Geschichten aus dem Abgrund“ sind:

  • Erik R. Andara
  • Mike Jansen
  • Jan Lindner
  • Thomas McSweeny
  • Karin Reddemann
  • Philipp Schaab
  • Corinna Schattauer
  • Klaus Schwab
  • Werner Skibar
  • Andrea Tillmanns

Wir gratulieren Euch herzlich und freuen uns schon auf die gemeinsame Expedition in den Schlund am Ende des Seins! Die Gewinner werden noch einzeln angeschrieben, denn bis das Heft im November erscheint, ist noch viel zu tun. Stay tuned.

Verlosung: 3 Exemplare von ORLAC’S HÄNDE zu gewinnen!

In VISIONARIUM 3 besprechen wir gemeinsam mit Thomas Ballhausen vom Filmarchiv Austria die neu erschienene Edition des österreichischen Stummfilmklassikers „Orlac’s Hände“ von 1925 – und exklusiv für unsere Leser gibt es auch 3 Exemplare (DVD + Monographie) davon zu gewinnen!

Verlosung Orlac's Hände

Ein Klassiker des österreichischen Stummfilms, ein restaurierter Schatz des Horrorgenres: Versehen mit zwei alternativen Musikspuren wird mit dieser Edition das Meisterwerk des CALIGARI-Regisseurs Wiene in restaurierter, integraler Form endlich wieder zugänglich. Ergänzt um eine monografische Studie, die auch zahlreiche historische Quellen beinhaltet, ist nun erstmals ein vollständiger Blick auf diese einzigartige Literaturverfilmung möglich.

Das Gewinnspiel:

  • Wie lautet das letzte Wort in Graham Mastertons Kurzgeschichte „Betrachter“ in VISIONARIUM 3?
  • Die richtige Antwort – unbedingt inkl. Postadresse – und dem Betreff „Gewinnspiel“ bitte an: visionarium@gmx.at
  • Einsendeschluß ist der 30. September 2014.

Die Gewinner werden unter allen Einsendungen ermittelt und persönlich angeschrieben sowie auf Facebook und hier auf unserer Homepage bekanntgegeben. DVD und Begleitbuch werden per Post an sie versendet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

VISIONARIUM Ausgabe 3 ab sofort erhältlich!

Liebe Leser und Fans!

Mit Freude darf ich Euch wiederum unsere brandneue VISIONARIUM-Ausgabe ans Herz legen – diesmal mit besonders großer Freude, denn wir haben uns wieder sehr bemüht, das von uns und Euch geschätzte Niveau so hoch wie möglich zu halten. Und wie soll ich sagen … wäre eine exklusive Story von Meister Graham Masterton nach Eurem Geschmack? Na dann nichts wie ran und die aktuelle Ausgabe kaufen, denn wir haben eine! Betrachter, so der Titel, ist bis jetzt noch nie erschienen und wurde exklusiv für diese Ausgabe von Masterton ausgewählt und von unserem Chefredakteur Bernhard Reicher übersetzt.

Natürlich ist das nicht das einzige Highlight – weitere ausgezeichnete Stories werden ergänzt durch eine ausführliche Rezension des kürzlich in neu restaurierter Fassung erschienenen österreichischen Stummfilm-Klassikers „Orlac’s Hände“ von Caligari-Regisseur Robert Wiene; maßgeblich beteiligt war dabei der Schriftsteller, Film- und Literaturwissenschaftler Thomas Ballhausen – und wir haben ihn zum Interview geladen. Ebenso wie Karlheinz Schlögl übrigens, einen der Chefs des wirklich ausgezeichneten Golkonda Verlags aus Berlin, der für VISIONARIUM ganz exklusive Einblicke in das erlauchte Verlagsprogramm gibt.

Und: Weil London für uns ja tatsächlich „magisch“ ist, hat unser Chefredakteur, ein leidenschaftlicher Anglophiler, einen seiner beliebten Reports verfasst, UND zusätzlich noch den Shooting Star der britischen Urban Fantasy, Mike Shevdon, zum Austausch gebeten.

Wir haben also wieder alles gegeben und hoffen, Euch auch diesesmal wieder Freude zu bereiten. Das Cover von unserem Lieblingskünstler Jörg Vogeltanz ist übrigens wieder ein ganz besonderes Highlight.

Euer Herausgeber,

Dr. Nachtstrom

Visionarium 3 – Zauber und Fluch könnt hier hier als Ebook, und hier als gedruckte Ausgabe bestellen!