Rezensionen zu Ausgabe 9

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Randolph C. auf Amazon, 12. März 2017

Auch die neunte Ausgabe des grandiosen österreichischen Phantastikmagazins räumt in allen Belangen voll ab…

Auch die neunte Ausgabe des grandiosen österreichischen Phantastikmagazins räumt in allen Belangen voll ab. Alle Neune sozusagen.

Egal, welchen Themen sich die Herren Reicher, Brantner und Stark annehmen, viererlei steht von vornherein fest: Die Essays, Artikel bzw. Gespräche sind gut durchdacht, sie geizen nicht mit wissenswerten Informationen, sie regen zum Nachdenken an, und sie schaffen es darüber hinaus auch noch, blendend zu unterhalten. So wirft Walter Robotka einen Blick auf den Liebhaberverlag Tartarus Press, Dr. Nachtstrom und Rudolf Stark unterhalten sich in „Das Ende des schwarzen Regenbogens“ über die dunkle, verstörende und gefährliche Seite des Internets, und schließlich sinnieren Rudolf Stark und Bernhard Reicher in „An der Schwelle“ über Rollenspiele, Initiationsriten und den nicht zu unterschätzenden Einfluß von Logen wie Skull & Bones.

Und auch die Stories (diesmal sogar vier an der Zahl und unter anderem aus Brasilien und Sri Lanka!) haben es wieder einmal in sich.

Alex Mandarino läßt in „Hiriburu“ seinen Protagonisten Pedro die gleichnamige Stadt durchstreifen, die rund um ihn ein Eigenleben zu entwickeln und sich unaufhörlich zu verändern scheint. Städte sind unbestimmbar, heißt es, und Mandarino setzt diese Thematik auf originelle, beunruhigende und faszinierende Art und Weise um.

In „Die Schwelle und der Graben“ vermengt Vajra Chandrasekera solch unterschiedliche Themen wie Krieg, Hoffnung, Abschied, Unterdrückung, Tradition, Tod und Mythologie zu einer unter die Haut gehenden, melancholischen Geschichte, die einen lange nicht losläßt.

In „Das wahre Gesicht“ von Tobias Reckermann geht es um eine Frau, die nach einer Scheidung in eine veritable Krise schlittert. Wo endet die Realität, wo beginnt der Wahn? Reckermann stellt es dem Leser frei, diese Grenze auszuloten bzw. darüber zu grübeln.

Und in Guido Eekhauts phantastischer und epischer Novelle „Wehmantik“ wird das Robotermädchen Alida zur Hüterin eines Manuskripts, dessen Veröffentlichung schwerwiegende Folgen nach sich ziehen würde. Eine großartige, originelle, emotionale und geistreiche Erzählung, die den Höhepunkt dieser „Visionarium“-Ausgabe bildet.

Gelungene Illustrationen von Nils Möllers, Suna Jones, Rafael Maleki und Christina Strasser sowie die obligate Vorstellung aller am Magazin Beteiligten runden diese großartige Ausgabe einmal mehr adäquat ab.

Trevor Cinebell auf Amazon, 19. Januar 2017

Großes Kino für Kaminleser!

Ganz großes Kino im Kopf für Menschen, die das Phantastische lieben. Da die Serie so offensichtlich mit Liebe gemacht wurde, lese ich es sehr gerne mit Liebe zurück! Uneingeschränkte Empfehlung!

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