Rezensionen zum Brevier 1

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elektrotiger auf Amazon, 27. Oktober 2015

Empfehlenswert!

Sehr empfehelnswerter Sonderband der Visionarium-Reihe. Wie immer passend zum Thema sehr gut ausgesuchte Geschichten und auch Reportagen / Interviews. Das Heft nimmt einen mit einem sehr runden Spannungsbogen mit in die Anderswelten, rund um uns herum und auch darüber hinaus.
Lesen!

wild-one auf Amazon, 26. Oktober 2015

Der große Irrtum!

Weit ist das Visionariumteam gekommen, jetzt wird auch noch über Reisen in die Anderswelt ein sogenanntes Brevier herausgegeben!
Und dann wird auch noch frech behauptet dies sei das umfassendste Kompendium über magische Zugänge zur Anderswelt.
Genau! Auf ein paar Seiten in so einem Heftchen wird das zu finden sein. Und irgendwann landet man dann als Größenwahnsinniger in der Irrenanstalt.
Na dieses Brevier muss ich haben und dann zerlegt ich es in kleine Teilchen, weil mehr ist damit sicherlich nicht anzufangen!

Gesagt bzw gedacht und dann nicht getan denn es kam die Große Überraschung,
das Brevier geht in die Tiefe, liefert Unmengen wertvoller Literaturverweise, damit man noch weiter reisen und noch tiefer in die Materie eintauchen kann. Und irgendwann kommt man dann wieder ins sogenannte Hier und Jetzt zurück und fragt sich wo die Zeit geblieben ist, denn dieses Brevier läßt zwar zwischendurch mal die Zeit vergessen und man landet wieder mal in anderen Welten und vergisst das Hier und Jetzt in unserer Welt, aber die Realität holt dich spätestens bei Ende des Buches mal kurzfristig wieder ein. Und sei es nur, um mit den Literaturverweise weitere tiefgründige Reisen anzutreten!

Einfach großartig! Und Danke, dass ich mich geirrt habe!

Karin Reddemann auf Phantastikon, 6. Oktober 2015

Gut ist nicht genug zählt immer, wenn’s noch besser geht. Fiktion ist nicht genug gilt dann, wenn dieser beißende Hunger auf noch mehr Übernatürliches durch die geheimnisvollsten Gebiete jagt, um die wirklich fette Beute zu erwischen. Wohl wissend, dass es dort (natürlich) etwas gibt, dass sich zwischen unserem begrenzten Wissen und unbegrenzter Vorstellungskraft befindet. Und das seine oft grandios gefeilten Krallen ausfährt, mal behutsam, geduldig erklärend, fast streichelnd, mal grob, kalt und direkt konfrontierend, in den Tiefen menschlicher Angst bohrend. Übrig bleiben in beiden Fällen Faszination, Furcht und Fassungslosigkeit. Ungläubigkeit. Vielleicht immer noch. Erkenntnis. Manchmal auch.

Reisen in die Anderswelt , VISIONARIUM-Brevier 1, Herausgeber: Dr. Nachtstrom, Redaktion: Bernhard Reicher und Rudolf Stark, aktuell erschienen, edel gekleidet und höchst ungeduldig (zu Recht!), gefüllt mit einer phantastischen Ladung an Kreativität in Reportagen, Porträts, Rezensionen und Interviews, begibt sich in diese mysteriöse Zone irgendwo in der Mitte von Realität und Fiktion. Das Engagement für die dunkle Seite der guten Sache beweist einmal mehr den völlig gesunden Respekt vor denen, die glauben, dass Auenland irgendwo im Jenseitsgelände liegen könnte. Vielleicht. Warum auch nicht. Sanftes Beispiel, zugegeben. Da gibt es ganz, ganz andere Orte. An einigen riecht es gewaltig nach Knoblauch, Lilien, Schwefel, Moder oder Weihrauch. Oder ähnlich. Allemal, es steigt was in die Nase. Es geht was in den Kopf. Und bleibt und zermartert und spendet Licht, bevor es wieder dunkel wird. So oder so, der Spiegel, das Spiel, der Spinner (spinnt der wirklich oder…?) verraten es. Mag sein, auch nicht. Bedenke trotzdem: Reisen bildet. Ungeheuerlich. Immer. Chefredakteur Bernhard Reicher über die bis dato absolvierte Route des VISIONARIUM-Teams , Stationen, Schönheiten, Schrecken und Sensationen:

„Unser Weg führt von der grotesken Welt der Hellseher und Spiritisten der Zwischenkriegszeit bis zu modernen Trance-Techniken, von der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen in der Antike bis zur PSI-Spionage. Ihr werdet von Séancen lesen, von Experimenten mit dem Ouija-Brett, von außerkörperlichen Erfahrungen und luziden Träumen, von Rückführungen in Hypnose und psychotischen Zuständen, von schamanischer Ekstase und Kontakt mit Vodou-Geistern. Und das ist noch längst nicht alles!“

Für die großartige Crew, die diesen großen Sprung,- den ersten von weiteren geplanten -, geschafft hat, galt und gilt das Wort des Supernatural-Fiction-Denkers und Dichters Gustav Meyrink (Essay im Buch: „Hochstapler der Mystik): „Kaltblütig beobachten und registrieren und die Sachen nehmen, wie sie sind, mögen sie anfangs noch so unglaublich und unmöglich erscheinen.“ Ob nun tatsächlich abgehärtet kaltblütig, wagemutig offen für alles oder einfach nur beherzt neugierig, die Vorgehensweise bleibt straight in diesem Sinn, anders soll’s auch nicht sein: Reisen in die Anderswelt erzählt, erlebt, erfährt und erklärt (wenn machbar), belehrt, bekehrt oder beurteilt aber nicht. Und das ist nicht nur angenehm, es ist auch ehrlich und damit richtig, weil es die Anderswelt und ihre Besucher gebührend positioniert:

„Und freiwillig oder unfreiwillig haben sich immer wieder einzelne Menschen dorthin, in jene kaum greifbare, andere Welt aufgemacht. Manche haben uns Berichte von ihren Reisen hinterlassen, in denen wir, den sprachlichen und kulturellen Filtern der Erzähler gemäß, von unermeßlich schönen Räumen lesen, von immensen Einsichten oder unfaßlichem Grauen, von erstaunlichen Wesenheiten, kolportierten Gefahren und bewegenden Einsichten.“ (Reicher)

Das klingt spannend, das ist richtig gut. Für Liebhaber phantastischer Literatur ist es gemacht, für Freunde des (auch) mal etwas Anderem und damit Besonderem ist es erdacht. Was zum Buch gehört: Reisefieber, Abenteuerlust, Neugier. Weitsicht. Aufgeschlossenheit. Wachsamkeit. Klar. Vielleicht noch Regen, der an die Fensterscheibe klopft, vielleicht Rotwein, der sich gut macht bei Kerzenschein, auf jeden Fall ein ruhiges Plätzchen, Kaminfeuer und Pfeife dazu gedacht…fertig ist die Atmosphäre. Aufregend zudem das Gefühl, auch allein mit der Lektüre sehr wohl in bester Gesellschaft zu sein. Selbst die Redaktionsmitglieder, die hier sehr passioniert ihre Arbeit erledigt haben, waren bei ihrer Recherche beeindruckt davon, „(…) wie häufig man die Spuren des Übernatürlichen im Werk vieler Schriftsteller dieses Genres findet, die sich auch persönlich ernsthaft damit beschäftig(t)en.“ (Vorwort: Zum Geleit) So haben sich etliche Autoren , die einem durchaus etwas anders vertraut sind, abseits ihres literarischen Schaffens ernsthaft mit paranormalen Phänomenen auseinandergesetzt, einige waren Mitglieder in magischen Zirkeln: Dazu gehören große Namen wie Bram Stoker, Mark Twain, Aldous Huxley, Arthur Conan Doyle, Arthur Rimbaud, Will Eliott…

Das VISIONARIUM, das sein Augenmerk grundsätzlich, eindringend und bohrend auf alle nur denkbaren Facetten der Phantastik richtet, betritt mit Reisen in die Anderswelt ein sehr wohl befremdlich erscheinendes, nicht messbares, aber erfahr- und damit antastbares Territorium, das „(…) Lust darauf erwecken soll, sich eingehender mit den literarischen Dimensionen und (Un-)Möglichkeiten zu beschäftigen.“ (Zum Geleit) „Die Anderswelt“, so Reicher im Schlussakkord, „ (…) läßt sich nur schwer für die Allgemeinheit vermitteln. Doch dafür gibt es schließlich Bilder und Symbole, Metaphern und Poesie.“ In diesem Sinn endet die Reise mit einer persönlichen Geschichte des Herausgebers, Dr. Nachtstrom. Und einem echten Geisterfoto. So ist es. Und überhaupt stehen wir alle letztendlich da und in einer zwielichtigen, gar einladenden Ecke und wieder am Anfang und sich immer noch diejenigen, die „demütig mit Sokrates sagen können, dass wir nur wissen, nichts zu wissen.“ (Schlusswort: In der Randzone)

„Unser Ziel soll es sein, neue Fragestellungen über die Welt zu gewinnen, in der wir leben. Und das ist schließlich seit jeher das Ziel aller guten Phantastik.“ (Bernhard Reicher)

So sei es, gilt es, bleibt es. ORBIS ALIUS. Eben.

Marlies Ostl auf Amazon, 6. Oktober 2015

Ein besonderer Ort, die Erde.

Sehr treffend bemerkt…. beim durchstöbern dieses Breviers für phantastische Dinge kommt man schier aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Sehr anregend!! Und die kleine Befürchtung des VISIONARIUM-Teams „Was werden unsere Leser von uns denken?“ , kann getrost zur Seite geschoben werden. Der Interessierte rückt gerne näher, liest entrückt, fasziniert und andächtig – versinkt in seiner eigenen Welt. Und wenn man wieder auftaucht, verlangt sein Gehirn nach MEHR und MEHR ….noch MEHR……

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