VISIONARIUM Ausgabe 6 erschienen!

Liebe VISIONARIUM-Leser!

Ich könnte jetzt natürlich wieder davon anfangen, daß diese Ausgabe von VISIONARIUM die Beste ist, die wir jemals zusammengestellt haben. Allerdings, obwohl dieses auch meine ehrliche, innere Überzeugung ist, verkneife ich mir solche Lobhudelei und erzähle euch einfach, was unser brandneues Magazin zu bieten hat.

Zum Beispiel: Justin Isis, ein in Tokyo lebender Brite – den haben wir über die Vermittlung eines schon in in unserem Magazin publizierten Autors, Ralph Doege entdeckt. Und sind dabei auf sprichwörtliches Gold gestoßen: Über seine erste Sammlung von Kurzgeschichten „I Wonder What Human Flesh Tastes Like“ hat niemand geringerer als „True Detective“-Inspiration und einziger wahrer literarischer Lovecraft-Nachfahre Thomas Ligotti geschrieben: „A disarmingly masterful first collection of stories – admirably captivating narratives„. Wenn man die von uns exklusiv übersetzte Geschichte „Das Zerstören heiliger Gegenstände mit Hilfe von Sexualsekreten“ liest, wird man Ligottis Komplimente verstehen; eine solche Mischung von erlesenen Scheußlichkeiten, die gleichzeitig einen unglaublich faszinierenden Abgrund voll schwarzer Philosophie aufbrechen, haben selbst wir noch niemals so gelesen (und glaubt uns, wir sind, was Weird Fiction anbelangt, recht wählerisch).

Eine wunderbare Mischung aus Cyberpunk und traumähnlicher Fantasy bietet uns auch die Story „Scream Angel“ des einflußreichen kanadischen Autors Douglas Smith. Auch Smith (wie Justin Isis) wurde exklusiv für den deutschsprachigen Markt von unserem Chefredakteur Bernhard Reicher übersetzt; ich gestatte mir die Anmerkung, was sich da für ein unerwartetes Talent aufgetan hat, denn Bernhard meistert die schwierigsten Genreausdrücke (die im Cyberpunk zum guten Ton gehören sozusagen) mit Leichtigkeit und führt sie mit behutsamer Poesie in unseren Sprachgebrauch über.

Außerdem ist es uns gelungen, eine richtige „lebende Legende“ zu verpflichten: Johann Peterka ist der Illustrator, der sozusagen fast die gesamte deutsche Herausgabe von fantastischen Geschichten in allen großen Verlagen seit jeher mit seinen genialen Werken veredelt. Sein besonderes Steckenpferd war immer H. P. Lovecraft und so dürfen wir euch in dieser Ausgabe von VISIONARIUM eine von Lovecrafts besten Stories, „Die Musik des Erich Zann“ als exklusive Graphic Novel präsentieren.

Weiters: Eine stimmungsvolle Kurzgeschichte von Sascha Lützeler, tolle Illustrationen der Künstler Wilhelm Steiner und Delaine NEO Gilma; Bernhard und meine Wenigkeit informieren euch zu einem nicht ganz neuen, aber derzeit besonders populären Literaturtrend namens „Godpunk“ –  und last but not least das grandiose Cover von Jörg Vogeltanz machen die neue Ausgabe von VISIONARIUM zu einer der besten, die wir je hatten. So, jetzt hab ich es doch noch gesagt!

Es grüßt euch wie immer herzlichst der Herausgeber,

Dr. Nachtstrom

Visionarium Ausgabe 6 gibt es hier als Print und hier für den Kindle zu kaufen!

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Farbige Alpträume

Damit Ihr die Kurzgeschichten in VISIONARIUM besonders genießen könnt, engagieren wir jedesmal wunderbare Kreativ-Kollegen, die es schaffen, Text in Zeichnung umzuwandeln. Manchmal schicken sie uns ihre Vorlagen in Farbe, so zum Beispiel auch Timo Grubing, dessen Bild zu Scott Nicholsons „Hounds of Love“ in Ausgabe 4 noch mal so richtig gewinnt, wenn man sie im Original sieht – deshalb zeigt er sie jetzt auch nochmal auf seinem Blog. Wir schließen uns an und präsentieren die eindringlichen Farbversionen bisheriger Illustrationen:

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Suna Jones – zu Melchior v.·. Wahnsteins „Das Medium“ in VISIONARIUM 2: Illusion und Wirklichkeit

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Martin Amschl – zu Philipp Schaabs „Meine Hoffnung“ in VISIONARIUM 3: Zauber und Fluch

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Timo Grubing – zu Scott Nicholsons „Hounds of Love“ in VISIONARIUM 4: Rätsel und Wunder

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Delaine NEO Gilma – zu Justin Isis‘ „Das Zerstören heiliger Gegenstände mit Hilfe von Sexualsekreten“ in VISIONARIUM 6: Geister und Götter

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Susanne Hassler – zu Elizabeth Hands „In der Nähe von Zennor“ in VISIONARIUM 7: Schlüssel und Tore